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Frühgeschichte:
 

  Erstmals wurde die Iberische Halbinsel um 800.000 v. Chr. durch den Homo erectus besiedelt.
  500.000 v. Chr. benutzen Homoniden Steine als Werkzeug, 300.000 v. Chr. leben Stämme des
  Homo erectus in Jägerlagern in Soria und Madrid.
  100.000-40.000 besiedeln Neandertaler Gibralter, 35.000 v. Chr. entwickelt sich
  die Cromagnonrasse in Spanien.
  Im Zeitraum zwischen 18.000-14.000 v. Chr. entstehen Zeichnungen von Höhlenbewohnern in
  Altamira (Kantabrien), bei Ribadesella (Asturien) und in Nerja (Andalusien).
  Die Zivilisation von El Argar, eine hochentwickelte Agrargesellschaft, blüht in der Zeit von
  1800-1100.

  Spanien steht dann lange unter fremden Einflüssen. Aus dem östlichen Mittelmeerraum
  kommt  vom 11. Jahrhundert v. Chr. die hochentwickelte Zivilisationen der Phönizier,
  Griechen und Karthager.
  1100 v. Chr. wird durch die Phönizier das heutige Cadiz gegründet, 775 v. Chr. errichten
  die   Phönizier entlang der Küste bei Malaga Kolonien.
  Griechische Siedlungen entstehen ab 600 v. Chr. an der spanischen Ostküste.
  Im 4. Jh. vor Chr. entsteht “La dama de Elche” - eine Steinfigur, die ein gutes Beispiel
  iberischer   Kunst ist.
  Ihre strenge Schönheit zeigt griechische Einflüsse.

  Die Karthager besetzen 228 v. Chr. Südostspanien. Um 218 v. Chr. bekämpften die Römer die
  Karthager und entfachten damit den 2. Punischen Krieg.
  Scipio der Ältere landet mit römischen Truppen bei Emporion.
  219 erobert Hannibal Saguntum für die Kathager. Die Karthager unterliegen und werden
  von den Römern aus Hispanien vertrieben.
  200 v. Chr. erreichen die Römer Gadir (Cadiz). Die Römer beuten Landwirtschaft
  und  Bodenschätze aus, bauen Städte mit Aquädukten, Tempeln und Theatern.
  155 v. Chr. beginnen die lusitanischen Kriege. Die Römer besetzen Portugal.
  Die keltiberischen Kriege 133 v. Chr. gipfeln in der Zerstörung Numantias.
  Das heutige Pamplona wird im laufe des Römischen Bürgerkrieges (82-72) von Pompeius
  75  gegründet.
  Ein weiterer Römer, Julius Caesar, erobert im Jahr 61 in seiner Eigenschaft als Gouverneur von
  Hispania Ulterior, Nordportugal und Galicien. Die Römer brauchen 200 Jahre um die
  spanische  Halbinsel zu erobern.
  Sie wird dann in drei Provinzen, Tarraconensis, Lusitania und Baetica unterteilt.

  Trajan (53-117 n. Chr) war der erste hispanische Kaiser Roms (98-117).
  Zu seinen Leistungen zählte, dass er die öffentliche Verwaltung verbesserte und das
  Reich   vergrößerte.
  Der Philosoph Seneca (4 v. Chr. - 65 n. Chr.) wurde in Cordoba geboren, er lebte als
  Berater  Neros in Rom.

  Im Jahre 74 n. Chr. garantiert Kaiser Vespasian allen Städten in Hispanien römischen Status
  und vollendet damit den Prozess der Romanisierung.
  Im Jahre 258 überqueren die Franken die Pyrenäen nach Tarraconensis und nehmen
  Tarragona   ein.

  Anfang des 5. Jahrhunderts n. Chr. zerfällt das Römische Reich.
  Westgotische Invasoren ergreiffen daraufhin aus dem Norden die Herrschaft.
  409 dringen die Wandalen mit Verbündeten über die Pyrenäen in Tarraconensias ein,
  415 errichten die Westgoten ihren Hof in Barcelona. Im Jahre 446 versuchen die Römer,
  den Rest Hispaniens zurückzuerobern. Während des 3. Konzil von Toledo tritt der
  Westgotenkönig Rekkared vom Arianismus zum Katholizismus über.

  Die Mauren dringen unter Tariq 711 in Spanien ein und schlagen die Westgoten bei Guadalate.
  Die schlechte politische Organisation in Spanien ermöglicht den Mauren aus Nordafrika
  die Eroberung.
  Im
8. Jahrhundert ist die Halbinsel fast vollständig in maurischer Hand.
  Es entstehen aber immer wieder christliche Königreiche (913 Leon, 905 Navarra).
  Das muslimische Al-Andalus glänzt in Mathematik, Geographie, Astronomie und Dichtkunst.
  Cordoba ist im
9. und 10. Jahrhundert die führende Stadt Europas.

  Im Jahre 732 stoppt Karl Martell das Vordringen der Mauren nach Frankreich nach Poitiers.
  Sein Nachfahre, Karl der Große, wird allerdings 778 von den Basen bei Roncesvalles geschlagen.

  Um 800 wird angeblich das Grab des heiligen Jakobus (von Santiago) bei Santiago
  de Compostela entdeckt.

  Die christlichen Königreiche des Nordens (Leon, Kastilien, Navarra, Aragon und Katalonien)
  erobern ab dem
11. Jahrhundert Al-Andalus zurück.
  Nach dem Fall von Toledo 1085 entwickelt sich der Kampf immer mehr zum Heiligen Krieg.
  Im Jahre 1143 wird Portugal ein eigenständiges Königreich.
  Im Jahre 1212 schlagen die vereinten christlichen Streitmächte die Almohaden in der Schlacht
  von Las Navas de Tolosa.
  Dies führt zum Niedergang des maurischen Spaniens.
  1215 wird die Universität von Salamanca gegründet.
  Die Heirat Fernandos von Aragon und Isabel von Kastilien vereinigte Spanien
1469.
  Granada, die letzte maurische Festung fällt
1492, damit gibt es keine maurischen
  Königreiche  mehr auf der Iberischen Halbinsel und die Könige haben den Rücken frei,
  um  Kolumbus die Entdeckung Amerikas zu finanzieren.
  Der Weg für die spanischen Konquistadoren, die die Zivilisationen der Neuen Welt plündern,
  ist geebnet.

  Die nachfolgenden Habsburger verschwenden die Reichtümer der Neuen Welt in
  endlosen Kriegen.

  Spaniens Niedergang wird durch Hohe Inflation und religiöse Unterdrückung beschleunigt.
  Obwohl die Aufklärung Ende des
18. Jahrhunderts ein Klima der Gelehrsamkeit schafft,
  wird Spanien im nächsten Jahrhundert schwächer. Napoleonische Truppen fallen in Spanien ein,
  die amerikanischen Kolonien gehen verloren.
  Die neue starke anarchistische Bewegung wird durch einen neuen Radikalismus hervorgerufen.
  Ende des 19. und Anfang des
20. Jahrhunderts besteht in Spanien eine politische Instabilität,
  die dann in den folgenden 20er Jahren zur Diktatur führt.
  Die folgende Republik zerstört der Bürgerkrieg.
  General Franco, als siegreicher General aus diesem hervorgegangen, regiert mit Unterdrückung
  bis zu seinem Tod
1975.

  Seitdem ist Spanien ein demokratischer Staat.

  Alle Angaben ohne Gewähr